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Agil macht glücklich: Fehler machen!

Klar, ihr arbeitet agil. Scrum und so, vielleicht Kanban, und Produktentwicklung nach Lean Startup Prinzipien.

Und privat so? Haben sich agile Philosophien schon in Freizeit und privaten Alltag eingeschlichen, euer Leben verändert und euch vielleicht sogar zu einem glücklicheren Menschen gemacht?

„Hilfe,“ schreien jetzt sicher einige, „das fehlte ja noch! Bleibt mir weg mit solch religiös anmutenden Gedanken, das hat ja schon was von Sektenkram und Gehirnwäsche! Lass die Arbeit mal bitte im Büro, zu Hause mache ich was ich will!“

Dem will ich gar nicht widersprechen. Auch ich mache privat keine priorisierte Task-Planung für die nächste Woche, ich führe keine Familien-Retros durch und an unserem Kühlschrank hängt höchstens ein Klebezettel mit der Einkaufsliste, aber keine Tasks.

Und trotzdem hat die agile Philosophie mich, meine Sicht auf die Welt und damit wohl auch mein Leben verändert. Zum Beispiel im Umgang mit Fehlern.

Falsche Entscheidungen, Misserfolge, Fehlinvestitionen.

Alles lästig, aber eben auch alles normal und nicht zu vermeiden.

Nun kann ich mich darüber ärgern, dass ich Zeit, Geld und / oder Nerven verschwendet habe, wo es doch so viel einfacher gegangen wäre. Ich kann mich ärgern, dass ich Chancen verpasst habe, dass ich jetzt mit einer zweit- oder drittbesten Lösung leben muss, und mich jedes Mal aufs Neue darüber ärgern.

Ich kann es aber auch einfach akzeptieren, indem ich davon ausgehe dass ich auf dem Stand meines damaligen Wissens die beste Entscheidung getroffen habe. Ich wusste nicht, was ich jetzt weiß, und deshalb konnte ich nicht die Entscheidung treffen, die ich heute treffen würde.

 

Aber jetzt weiß ich mehr, und beim nächsten Mal kann ich es besser machen. Ich werde trotzdem auch beim nächsten Mal wieder Fehler machen, und beim übernächsten und über-übernächsten Mal. Aber ich habe die Chance, andere und vielleicht „bessere“ Fehler zu machen, klügere, vielleicht geringere Fehler.

Fehler begrüßen, weil man aus ihnen lernen kann. Das ist eine sehr agile Philosophie. Eine, die man nicht an der Bürotür an- und ablegen kann, sondern die sich in allen Lebensbereichen ausbreitet. Und einem hilft, sich ein bisschen weniger zu ärgern und mehr zu freuen.

Deshalb behaupte ich – pseudo-religiöses Geschwätz hin und her – dass agil glücklich macht. Und zwar nicht nur bei der Arbeit. Aber dort auch.


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