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Die Scrum Master Verteilung: Ein Scrum Master lohnt sich nicht?

Der Scrum Master: Coach für das Team, Berater für den PO, Moderator, Organisator und Verfechter des agilen Gedankens innerhalb der Oganisation.

Seine Rolle ist zentral für die Implementierung von Scrum. Und doch stehen gerade kleine Organisationen oder Abteilungen oft vor der Frage: Und was macht der Scrum Master die restliche Zeit?

Sobald sich alle Beteiligten einigermaßen in den Prozessen eingefunden haben und die wichtigsten Stolpersteine beseitigt sind, fragt sich nicht nur die Personalplanung, ob es denn wirklich einen Vollzeit-Scrum-Master für ein einzelnes, womöglich nur kleines Entwicklerteam braucht.

Sicher, ein Scrum Master sollte als Coach und Berater möglichst immer verfügbar sein, schließlich arbeiten die, die Beratung oder Unterstützung brauchen, auch den ganzen Tag. Aber so wenig planbar die Zeitpunkte des Scrum Master Bedarfs sind, so seltener werden sie auch, wenn der Scrum Master seine Aufgabe gut macht.

In größeren Organisationen spielt sich meist ein, dass ein Scrum Master für zwei oder drei Teams zuständig ist. Das erfordert dann ein wenig Planung, ergibt aber ein angemessenes Arbeitsverhältnis, in dem der Scrum Master verfügbar und gleichzeitig beschäftigt ist.

Was aber tun, wenn man nur ein Team hat?

Wenn es im Unternehmen nur ein Scrum-Team gibt, das noch dazu vielleicht nur aus drei bis fünf Leuten besteht, stellt sich meist die Frage: Welche  Aufgaben können wir kombinieren? PO, Teamleiter, Entwickler oder Tester, die nebenher noch Scrum Master sind, das müsste doch gehen?

Um es vorweg zu nehmen: Keine dieser Kombinationen ist ideal. Aber es gibt mittelgute und schlechte Lösungen. Wir wollen im Einzelnen schauen,  welche Vor- und Nachteile sich ergeben.

Einen extra Scrum Master? Alle ein bißchen, niemand richtig.

Bisher, mit klassischen Entwicklungsmethoden, ging es ja auch ohne. Der Produktmanager gibt die Anforderungen vor und das Team setzt um. Ein Personal Coach für das Team mit Namen Scrum Master? Nice to have!

So denken viele Unternehmen und doch ist dies fatal. Selbst wenn alle Beteiligten eine gute Ausbildung in Scrum erhalten haben und die Aufgaben und Potentiale eines Scrum Masters theoretisch verstanden haben, wird – wenn man sich keinen dedizierten Scrum Master ins Haus holen kann – diese Rolle gerne vernachlässigt und stillschweigend allen überlassen.

Die Retro wird im einmal erprobten Standard-Verfahren durchgezogen, was noch das geringste Problem ist. Ein Kollege mit gutem Zeitgefühl wacht über die Einhaltung der Termine und Timeboxen, ein anderer achtet darauf, dass die Definition of Done eingehalten wird oder was sonst an Ergebnissen aus der Retro heraus kommt. So weit, so gut.

Trotzdem bleibt das Team so mit ziemlicher Sicherheit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Blinde Flecken bleiben blinde Flecken, die Zusammenarbeit zwischen PO und Team oder die Rollenaufteilung werden nicht hinterfragt und versehentlich eingeschlichene Abweichung von den Scrum-Regeln setzen sich fest, ohne dass ein Bewusstsein über deren Vor- oder Nachteile herrscht.

Oder anders gesagt: Das Team läuft so vor sich hin und verharrt im Status quo. Das mag bequem sein. Nachhaltig und im Sinne einer agilen Philosophie, die sich vor allem um die Schaffung von lernenden Organisationen bemüht, ist dies sicher nicht.

Es ist also durchaus sinnvoll, einen klar benannten Scrum Master zu haben. Aber wer soll diese Rolle übernehmen, wenn nicht genügend Ressourcen für eine ausschließliche Scrum Master Stelle da sind?

Die verschiedenen Varianten bald hier in unserem Blog!


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3 Antworten

  1. […] Person explizit mit allen Rechten, Pflichten und Aufgaben eines Scrum Masters auszustatten (siehe Intro dieser Blogreihe), es sich aber nicht leisten kann oder will, eine komplette Vollzeitstelle dafür […]

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