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PM Camp Berlin: Der menschliche Faktor gewinnt!

Auch dieses Wochenende waren wir mit Leanovate unterwegs um Wissen auszutauschen und zu vermehren. Zum ersten Mal fand in Berlin das PM Camp statt, eine als Barcamp bzw. Unkonferenz organisierte Konferenz für Projektmanagement, die es auch in anderen Städten gibt. Auch hier war die Devise: Jeder kann und soll sich beteiligen, denn im Mittelpunkt stehen nicht Expertenvorträge, sondern Wissensvermittlung auf Augenhöhe. Auch Markus und Karin von Leanovate beteiligten sich aktiv mit Sessions, diesmal zu Lego Serious Play, Kanban und iterativer Projektplanung.  Insbesondere Kanban stiess auf grosses Interesse für Einsätze innerhalb und ausserhalb der IT. Markus als akkreditierter Trainer der Lean Kanban University  bot daher spontan zwei zusätzliche Kanbansessions für den zweiten Camptag an um den Teilnehmern einen soliden Einblick in die vielfältige und komplexe Welt des evolutionären Changemangements zu geben und gleichzeitig mit einigen Mythen und Vorurteilen aufzuräumen. Wofür er dann auch prompt in die Liste der besten Session gewählt wurde – vielen Dank dafür!

Der Impulsvortrag zum Thema Scheitern hatte zudem den Weg bereitet für offene „Geständnisse“ und die Feststellung, dass Misserfolge – ganz im Sinne unseres Leanovate-Spruchs „Proud to fail early“ – viel lehrreicher sind als stetige Erfolge. Neben den eher typischen Konferenzthemen zu Strategien und Methoden des Projektmanagements entstanden so auch zahlreiche Sessions zu den „weichen“ Fragen des Projektalltags: Diskussionen über Motivation und innere Kapitulation (und wie man sie bekämpft), Reflexionen über den eigenen (unbewussten) Beitrag am Scheitern und welche Vorteile man gleichzeitig daraus ziehen kann, oder auch Sessions über Selbstorganisation in Projekten oder zur Frage, was eine gute Fehlerkultur ausmacht. Die Diskussionen ausserhalb der Sessions waren sehr spannend und lehrreich – als ein Metathema kam immer wieder das Spannungsfeld zwischen Agilität und klassischem Vorgehen zur Sprache – nicht zuletzt deswegen, weil das Teilnehmerfeld sehr breit gefächert war von Automotive über Banken bis Baubranche und das agile Vorgehen, das uns im eBusiness-Sektor schon in Fleisch und Blut übergegangen ist dort teilweise erst langsam zu keinem beginnt.

Sind also Barcamps ohnehin meist Konferenzen mit dem größerem Sozialfaktor, zeigte sich bei diesem Camp ganz besonders das Bewusstsein für die Bedeutung des „menschlichen Faktors“. Das machte das Camp am Ende nicht nur vielseitig, interessant und lehrreich, sondern ist vor allem auch eines: Die wunderbare Bestätigung des agilen Manifests mit seinem ersten Leitsatz: „Individuals and interactions over processes and tools“.

In diesem Sinne: Einen ganz persönlichen Dank an alle Beteiligten und Beitragenden für eine super Konferenz!

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