10. Februar 2022

Vom Onboarding, Einarbeiten und Adaptieren

Mario Schütz

Wir freuen uns, dass du seit einem halben Jahr bei uns bist, Mario! Wie hat deine Reise bei und mit leanovate eigentlich begonnen?

Ach weißt du, ich hab mich zwei Monate lang beworben und es lief irgendwie nicht richtig gut. Und dann hatte ich plötzlich vier Angebote gleichzeitig!

 

Wow! Und was hat dich bewogen, dich für uns zu entscheiden?

Irgendwie war es der ganze Ablauf der Bewerbung bei leanovate. Erst habe ich total nett mit Eveline telefoniert und dann bin ich direkt zu einer Coding Runde eingeladen worden! Ich meine, ich habe mit so etwas gerechnet, aber im Vergleich zu anderen Coding Challenges, wo man oft mehrere Stunden Arbeitsaufwand hat, war es unüblich, dass ich das gleich mit zwei Kollegen aus dem Team mache. Das hat mich zwischenmenschlich echt beeindruckt! Danach folgte ein drittes Gespräch mit Marco, meinem zukünftigen Servicelead. Er hat mir, nach einem weiteren entspannten Gespräch, zugesagt! Ich hatte zwar noch ein Parallelangebot, aber da hat mir der Tech Stack nicht so sehr gefallen. Bei leanovate hat der erste Eindruck gestimmt. Es passte einfach! Ich hab das bis jetzt auch nicht bereut.

 

…und wir übrigens auch nicht! Was war denn dein erster Eindruck von leanovate?

Die Kommunikation hat schon im Vorfeld einfach Spaß gemacht! Ich habe für den ersten Tag bei leanovate mit Eveline einen Termin für’s Büro ausgemacht - und war echt beeindruckt. Das ist schon echt riesig und cool! Und dann habe ich mich mit Marco schon im ersten Gespräch verquatscht - menschlich passt das einfach und ergänzt irgendwie echt gut meinen Eindruck aus der Bewerbungsphase. Am ersten Tag gab es echt viele Infos. Ich bekam erstmal meinen Laptop und es wurden mir die vielen Tools gezeigt mit denen gearbeitet wird. Uff, das waren nicht wenige! Es gibt für jedes Thema ein Kanban Board, auch für mein Onboarding. In diesem sind viele Hinweise enthalten, die auch über das Technische hinaus gehen - viele Links zum Durchlesen und Dinge, die ich mir anschauen konnte. Und so gegen 10 Uhr kam dann mein Kollege Daniel. Er ist einer der mir zur Seite gestellten Mentoren für mein erstes halbes Jahr hier und erklärte mir alles. Auch durfte ich schon am ersten Tag gleich im Daily des Projektteams dabei sein und die anderen Kolleg:innen kennen lernen!

 

Klingt nach viel Input. Was hast du am ersten Abend deines ersten Arbeitstages dann so gedacht und empfunden?

Ich habe meinen Eltern und meiner Freundin erzählt, dass ich es mit meiner Entscheidung gut getroffen habe. Gefühlsmäßig hat sich das durchgezogen und bewahrheitet, was ich erwartet habe. Ich bin nicht enttäuscht worden.

 

Was ist dir bei leanovate ein den ersten Tagen besonders aufgefallen?

Am Anfang war ich erstmal davon geflasht, wie transparent hier alles gehandhabt wird. In Gesprächen wurde mir auch erzählt, was vor meiner Zeit bei leanovate so passiert ist, so dass ich schnell verstehen konnte, wo leanovate herkommt und wo es hingehen soll. Das fand ich sehr positiv, das war ich so nicht gewohnt. Dies zeigt ja auch ein großes Vertrauen in mich, wenn man jemand Neuem gegenüber mit so offenen Karten spielt. Ich habe nicht einmal ansatzweise irgendwann das Gefühl vermittelt bekommen, ich sei hier der Neue oder jemanden erlebt, der seine Hierarchieebene irgendwie durchscheinen lässt. Diese inneren Strukturen sind hier ganz anders, ein krasser Kontrast zu dem, was ich von der Uni und aus einigen vorherigen Jobs gewöhnt war.

 

Wie lief dann dein weiteres Onboarding ab?

Das Onboarding ist sehr gut strukturiert durch das Kanban Board, dessen Tickets man gemeinsam mit den Mentoren oder anderen Kolleg:innen bearbeitet. Das geht von Werten für die leanovate steht, über Arbeitsweisen bis hin zur Service-Struktur sowie Tools und der Vorstellung einiger Kolleg:innen. Andererseits waren dort auch viele Themen, die für mich nicht unbedingt notwendig sind. Das kann einen am Anfang echt erschlagen, aber man wird zum Glück damit nicht allein gelassen. Die Kommunikation läuft meist über Slack und der “direkte” Kontakt über Zoom, das war immer sehr entspannt. Zum Beispiel konnte ich mich schnell und einfach mit Britta zum Thema Jobticket austauschen! Nach den ersten zwei Wochen durfte ich auch gleich an einem der öffentlichen Trainings von leanovate teilnehmen; natürlich auch online. Es war erfrischend, mal aus dem Onboarding rauszukommen, mit anderen Mitarbeiter:innen und Kund:innen gemeinsam etwas zu lernen und so einen weiteren Teil des Geschäfts von leanovate kennenzulernen.

 

Wie hattest du Onboarding zuvor woanders erlebt?

Naja, also mein Onboarding bei der Bundeswehr ist so nicht vergleichbar, da ich dort zunächst Grundwehrdienstleistender war. Ob man das Onboarding nennen kann oder nicht - da wurde halt viel rumgebrüllt!

 

Das ist echt nicht vergleichbar (grinst). Aber dein Onboarding bei uns war ja auch nicht ganz “normal”, denn es fand zu Zeiten der Pandemie statt. Wie hat sich das ausgewirkt?

Also anfangs war ich dennoch jeden Tag im Büro. Zum Einen, um auch mal zuhause rauszukommen, zum Anderen lernt man da einfach besser die Leute kennen, man kann mal mithören. Viele waren zwar im Homeoffice, aber ein paar wenige Kollegen waren auch jeden Tag da, wie ich. An sich funktioniert hybrides Onboarding sehr gut, da habe ich mir keine Sorgen gemacht. Schließlich war ja schon der Bewerbungsprozess selbst online und als Softwareentwickler hat man, aus meiner Sicht, eh weniger Probleme damit, wenn alles online läuft. Nur im Büro zu sein und dann doch die ganze Zeit in der Videokonferenz zu hängen, ist nicht so cool. Inzwischen hat sich das eingependelt. Nur die gemeinsame Mittagspause fehlt echt total, wenn man im Homeoffice sitzt.

 

Oh ja, mir auch. Was waren neben der hybrid-Situation denn Herausforderungen in deiner Onboarding-Zeit?

Naja, im Grunde hab ich den Onboarding-Prozess nie wirklich abgeschlossen, denn ich war schnell Teil des Projektes. Dieses lief dann aber beim Kunden aus, so dass die Stimmung unter den Kolleg:innen merklich in den Keller ging. Das hat mich schon ins Grübeln gebracht, schließlich war ich noch in der Probezeit und man hat schon Angst, dass - wenn es hart auf hart kommt - man der Erste ist, der wieder gehen darf.

 

Nein, das kann ich mir aber nicht vorstellen?!

Die Angst ist mir dann auch sehr schnell genommen worden, aber ich musste das erstmal verarbeiten. Und dadurch bin ich noch schneller ins Projekt gekommen, damit wir schonmal eine Übergabe üben konnten - schließlich stand diese wichtige Übergabe zum Kunden hin an. So konnten wir die Situation gleich für uns nutzen.

 

Wie hast du in dem Zusammenhang die Firma erlebt?

leanovate plant weit voraus. Es ging immer um neue Projekte und es wurde immer über meine Probezeit hinaus geplant. Das hat mir Sicherheit gegeben. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass leanovate mir gegenüber ehrlich genug ist - wenn es doch wacklig sein sollte - mir gegenüber dies auch zu kommunizieren. Ich habe leanovate sehr selbstreflektiert kennengelernt. Fast alles wird in großen Runden besprochen, ausgewertet, Meinungen von allen eingeholt. Auch das Miteinander der neuen Kolleg:innen habe ich als sehr harmonisch wahrgenommen. Und nicht zuletzt natürlich auch mein Glück in ein wirklich gut funktionierendes Dev-Team integriert worden zu sein.

 

Klingt nach einer ungewöhnlich aufreibenden ersten Zeit bei uns? Hat das heute noch irgendwelche Auswirkungen?

Es sind halt ein paar Themen aus dem Onboarding liegen geblieben. Ich habe nicht, wie es sonst üblich ist, ein eigenes kleines Onboarding-Projekt gehabt und mir fehlen manchmal so Kleinigkeiten: Wie geht das Buchen von Reisen oder wie schreibe ich Angebote? Aber das ergibt sich dann nebenbei, wenn es wirklich benötigt wird. Irgendwann wurde es im Büro frisch, da hab ich gesehen, dass es auf meinem Onboarding-Board ein Heizungserklärungsticket gab - das wird dann eben schnell mit Eveline nachgeholt oder im Team gefragt. Nun fühle ich mich inzwischen aber einfach angekommen - auch ohne den Prozess formal abgeschlossen zu haben.

 

Möchtest du selbst mal Mentor für neue Kolleg:innen werden?

Ich glaub, das eine oder andere könnte ich schon erklären, aber derzeit sehe ich mich da noch eher als unterstützend tätig. Das Gute ist, man kann hier jederzeit quasi jeden fragen, d.h. ein bisschen später auf jeden Fall!

 

Was hat dir dein Onboarding über dich selbst gelehrt?

Ich habe gemerkt, dass ich - schon bevor ich es bei leanovate richtig kennen gelernt habe - scheinbar irgendwie wusste, was agil-sein bedeutet. Darüber habe ich ja hier schon berichtet. Ich war mir nur nicht bewusst, dass ich es im Rahmen meines Führungsstils bei der Bundeswehr teilweise einfach so gemacht habe. Der Begriff wird häufig sehr inflationär benutzt. Aber zu sehen, wie es hier wirklich verankert ist und gelebt wird, dass hier wirklich dahintersteckt, wie es gedacht ist und nicht nur so benannt wird - so macht Arbeit Spaß.

 

Und haben all diese neuen Eindrücke Auswirkungen auf dein Leben abseits der eigentlichen Arbeit?

Ich bin zufrieden und glücklich, alles andere können die Menschen um mich herum viel besser beantworten (lacht).

 

Danke dir, Mario! 

 


Übrigens: Mario sucht neue Kolleg:innen, schau mal hier!


 

Mario Schütz
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